Archiv für die Kategorie ‘Bologna-Prozess’


Der Praxisbezug gehört ins Zentrum der hochschulpolitischen Reformdiskussion!

Dienstag, Juni 1st, 2010

von Ulf Banscherus

Auf den ersten Blick erscheint die Konfliktlage eindeutig: In den aktuellen hochschulpolitischen Auseinandersetzungen stehen sich „Humboldtianer“ und „Bologneser“ unversöhnlich gegenüber, wobei die letzteren zumeist dargestellt werden als seelenlose TechnokratInnen, die nichts anderes im Sinn haben als unter dem Banner der „Employability“ die ehrwürdige deutsche Universität zu einer verlängerten Werkbank des Berufsausbildungssystems zu degradieren, während sich die ersteren gerne als aufrechte StreiterInnen für die „Freiheit der Wissenschaft“ stilisieren.[1] Der Bildungsstreik wird dann entweder als leicht hysterische Reaktion auf die „Kinderkankheiten“ der neuen Studienstruktur abgetan[2] oder aber zum „letzten Aufgebot“, um die Verschleuderung des ideellen Tafelsilbers der deutschen Hochschulpolitik kurz vor der endgültigen Vermassung doch noch zu stoppen.[3] (weiterlesen…)

Wozu muss ein Bachelor-Studium befähigen?

Donnerstag, Mai 20th, 2010

Von Swen Schulz, MdB

Studierende können im Studium lebenslange Freundschaften gewinnen und einzigartige Erfahrungen machen. Sie können auch zu Selbstreflektion und kritischer Einschätzungsfähigkeit gelangen und die erlernten Fähigkeiten später in Wissenschaft, Beruf und öffentlichem Leben einbringen. Das problemorientierte Arbeiten und kompetenzorientierte Lernen während des Studiums spielen dabei ebenfalls eine besondere Rolle, sind diese doch auch essentielle Qualifikationen, die im späteren Leben von höchstem Nutzen sind. Unsere Gesellschaft braucht zudem kritische Wissenschaft, um bisher Gedachtes zu überdenken, tradierte gesellschaftliche wie auch wissenschaftliche Prozesse in Frage zu stellen und zu neuen Methoden, Ideen und Wegen zu gelangen. (weiterlesen…)