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	<title>Das Studium der Zukunft</title>
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	<description>Ein Leitbild aus studentischer Sicht</description>
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		<title>Oha!</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 13:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[von Prof. Dr. Rolf Dobischat Ich bekenne, ich bin verwirrt. Nach dem ersten Lesen der „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ waren meine ersten Reaktionen Respekt und ein inneres Aufhorchen: Oha, da wagt aber jemand einen großen Wurf. Da wird das Studium, da wird das Studieren radikal anders gedacht, radikal anders aufgezogen. Weg von <a href="http://www.studium-der-zukunft.de/oha/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Prof. Dr. Rolf Dobischat</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Ich bekenne, ich bin verwirrt. Nach dem ersten Lesen der „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ waren meine ersten Reaktionen Respekt und ein inneres Aufhorchen: Oha, da wagt aber jemand einen großen Wurf. Da wird das Studium, da wird das Studieren radikal anders gedacht, radikal anders aufgezogen. Weg von  starren Curricula, weg von Zertifikaten, keine festen Studienordnung, Studierende lernen von den Lehrenden so selbstverständlich wie umgekehrt die Lehrenden von den Studierenden…</p>
<p>Dann las ich die Thesen ein zweites Mal, ein drittes Mal – und ärgerte mich. „Übers Ziel hinausgeschossen, Utopia, Wolkenkuckucksheim“, waren meine Eindrücke. Es war der Hochschullehrer in mir, der sich da meldete. Es waren meine Abwehr- und Trotzreaktionen auf Vorschläge, die mir nicht praktikabel oder schlicht blauäugig erschienen: Die Studierenden wählen zwischen verschiedenen Prüfungsformen; Statusgruppen sind nur Konstrukte… Oha!</p>
<p>Dann regte sich der politische Mensch in mir, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, das sich für die Studierenden und eine soziale Öffnung des hochselektiven deutschen Hochschulsystems einsetzt. Da sprachen mir viele Thesen, etwa Nummern 2, 3, 4, 6, aus dem Herzen. „Auch für die sozialen Rahmenbedingungen ist gesorgt, sodass niemandem aus finanziellen Gründen ein Studium verwehrt bleibt.“ Oder das Bild von den Hochschulen, die sich auf ganz individuelle Lebenslagen ihrer Studierenden einstellen. Aber ja doch! Die Hochschule als Lebensraum und nicht nur als Lehr-/Lernraum zu begreifen, ist schon seit langem ein Leitbild der Studentenwerke. <strong></strong></p>
<p>Schließlich versuchte ich die Thesen vor dem gesellschaftlichen, oder besser: ideologischen Hintergrund zu lesen, gegen den sie sich mit Vehemenz wenden. Sie argumentieren praktisch alle gegen die neoliberalen, ökonomistischen Theoreme und Ideologeme des hochschulpolitischen Mainstreams der vergangenen zwanzig Jahre an: gegen die Leitbilder der „entfesselten“, der „wirtschaftlichen“ oder „unternehmerischen Hochschule“. Wenn man sich, wie ich, mit diesem Verständnis von Hochschulen (das ich ablehne) auseinandergesetzt hat, sind die 12 Thesen der Juso-Hochschulgruppen eine Wohltat, ja fast ein Befreiungsschlag – erst recht, weil sie von Studierenden selbst stammen. Wieder: Oha!</p>
<p>Aber dennoch bleibe ich verwirrt: Schießen die Thesen, gerade weil sie radikal anders Hochschule denken wollen, nicht übers Ziel hinaus? Übertreiben sie es nicht mit der Radikalität, mit dem anders-sein-Wollen?</p>
<p>Eines weiss ich sicher: Diese Thesen sind es wert, ernst genommen und diskutiert zu werden. Daumen hoch oder Daumen runter, „like this“, „don’t like this“ – das fällt mir aber schwer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Prof. Dr. Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks, lehrt Wirtschaftspädagogik an der Universität Duisburg-Essen</em></p>
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		<title>&#8220;Da ist das Pauken leider unumgänglich&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst ist ein großes Lob an die Arbeit der Juso-Hochschulgruppen auszusprechen, denn mit dem Anstoß der Debatte zum „Studium der Zukunft“ reiht sie sich in die Diskussion der GEW um die Zukunft des wissenschaftlichen Nachwuchses ein und erweitert diese um weitere Aspekte, indem nicht nur ein Teil des Hochschullebenshinterfragt wird, sondern generell die Frage nach<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/da-ist-das-pauken-leider-unumganglich/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst ist ein großes Lob an die Arbeit der Juso-Hochschulgruppen auszusprechen, denn mit dem Anstoß der Debatte zum „Studium der Zukunft“ reiht sie sich in die Diskussion der GEW um die Zukunft des wissenschaftlichen Nachwuchses ein und erweitert diese um weitere Aspekte, indem nicht nur ein Teil des Hochschullebenshinterfragt wird, sondern generell die Frage nach der Stellung der Bildung innerhalb der Gesellschaft im Vordergrund steht. Dass dabei der familiäre Hintergrund gerade in Deutschland eine Rolle spielt, wurde durch verschiedene Studien längst nachgewiesen. Den Grundgedanken, dass Bildung allen Menschen schrankenlos in jedem Lebensalter zur Verfügung stehen sollte, können wir somit in jedem Fall zustimmen. Wie sich dieser Zugang aber ausgestaltet, muss diskutiert werden. Unsere Stellungnahme orientiert sich an den zwölf Thesen, zu denen wir nachfolgend unsere Gedanken<br />
einbringen möchten.</p>
<p>These 1: Zunächst klingt dies gut, nur fragen wir uns, wie diese Autonomie finanziert werden soll, denn diese entsteht lediglich, wenn wirtschaftliche Interessen unabhängig von Wissensgenerierung ermöglicht wird. Zu große Verflechtungen führen zu Abhängigkeiten und damit auch zu einseitiger Forschung und Lehre.</p>
<p>These 2: Einerseits schafft diese Art der Organisation das generelle Vetorecht bestimmter Statusgruppen in universitären Gremien ab, was zu einem vermehrten Dialog führen würde. Ob dieser gewollt ist, ist gerade in der hierarchischen Struktur, die besteht, nicht leicht einzuschätzen. Andererseits ist jedoch die Aussage &#8220;Diskriminierung existiert an Hochschule nicht,<br />
stattdessen setzt sich das jeweils beste Argument durch. Die Entscheidungen, die in einer Hochschule gefällt werden, sind politische.&#8221; so schwierig und idealisiert, denn wer entscheidet denn über das beste Argument? Entscheidungen, die getroffen werden, müssen zudem nicht unbedingt politischer Natur sein, denn dies widerspricht der autonomen und unabhängigen Universität, die hier gestaltet werden soll.</p>
<p>These 3: Diese These wird von uns komplett unterstützt, jedoch ist die Wahl des Begriffs „Lebensraum“ nicht optimal, da er eine negative Konnotation aus dem Dritten Reich beinhaltet.</p>
<p>These 4: Das klingt nach einer sehr guten Idee, um Bildung allen Menschen zu ermöglichen. Die Frage, die wir uns stellen, ist, ob es die Aufgabe einer Universität ist, auch Studierfähigkeit zu lehren oder ob dies nicht doch eine Voraussetzung sein sollte. Schließlich gibt es andere Bildungseinrichtungen wie Schulen und Volkshochschulen, die ebenso, wenn auch auf einem anderen Niveau, Wissen und Fähigkeiten vermitteln.</p>
<p>These 5: Das Ziel des Studiums ist neben der persönlichen Weiterentwicklung vor allem ein Weg ins Berufsleben. Hierbei müssen unseres Erachtens nach Studiengänge, Anforderungen und Ziele klar definiert sein, um die Sicherung der Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Zwar sollte die Möglichkeit eines weiteren Spektrums anhand zusätzlicher Freiräume, in denen auch Veranstaltungen außerhalb der eigenen Disziplin (im Sinne des Studium Fundamentale oder Studium Generale) besucht werden können, weiterhin bestehen bleiben. Es muss aber festgelegt sein, was ein(e) Mediziner(in), ein(e) Lehrer(in) oder auch ein(e) Ingenieur(in) am Ende des Studiums können muss. Die so beschriebene Freiheit ist allerdings als Gasthörer beispielsweise möglich.</p>
<p>These 6: Dies ist eine Frage der Finanzierung. Bisher gibt es keine Alters- oder Statusschranken, die den Zugang zur Universität eingrenzen.</p>
<p>These 7: Die Durchlässigkeit aller Bildungsbereiche ist schwer durchsetzbar, denn als Lehrender ist es schwierig, auf die unterschiedlichen Startbedingungen entsprechend eingehen<br />
zu können. Zudem fragen wir uns, wie man die gelernten Kompetenzen nachweist, wenn es keine formalen Abschlüsse geben soll. Der Nachweis für jedes abgeschlossene Modul würde<br />
jede(n) Personaler(in) überfordern.</p>
<p>These 8: Kritische Analyse und Weiterentwicklung ist in allen Wissenschaften sehr wichtig, aber sie kann nicht alles sein. Es ist ebenso wichtig, Wissen zu generieren und den Umgang<br />
mit diesem zu lernen bzw. lehren. Erst die Kombination aus Wissensgenerierung und -kritik machen ein vollwertige Studium aus.</p>
<p>These 9: Die Möglichkeit, bereits während des Studium eigene Projekte durchführen zu können, ist ein sehr schöner Anstoß, da sich dadurch praktische Fähigkeiten anders und intensiver vermitteln lassen. Jedoch ist es hierzu nicht notwendig, die Hierarchisierung völlig außer Kraft zu setzen, denn auch dort stehen Erkenntnisgewinn und Weiterentwicklung des Individuums im Vordergrund.</p>
<p>These 10: Die Idee des Austauschs zwischen Lehre und aktueller Forschung ist in jedem Fall gut, denn im Idealfall profitieren alle voneinander. Jedoch ist auch hier eine Hierarchisierung nicht unbedingt der falsche Weg, denn als Lehrende(r) hat man meistens mehr Erfahrung, die man in diesem Prozess einbringen kann. Gleichberechtigte Teilhabe ist auch aus Kapazitätsgründen vermutlich nicht so einfach durchführbar.</p>
<p>These 11: Dieser These stimmen wir in jeder Hinsicht zu, denn hier stehen sowohl der/die Lehrende als auch der/die Studierende gleichberechtigt im Fokus.</p>
<p>These 12: Diese These bereitete uns das größte Kopfzerbrechen, denn ein Bewertungssystem ohne Noten, das stattdessen auf individuelle Rückmeldungen setzt, lässt sich praktisch aus Kapazitätsgründen nur schwer umsetzen. Denkbar ist vielmehr, dass es zusätzlich verbale Bewertungen geben könnte. Zudem ist Faktenwissen als Basis jeder Disziplin wichtig, denn dieses stellt das Handwerkszeug dar, mit dem im Anschluss gearbeitet werden soll. Da ist das Pauken leider unumgänglich.</p>
<p><em>Bundesvertretung der Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung 2011/12</em></p>
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		<title>&#8220;Mission im Selbstversuch des fragenden Abgeordneten erfüllt&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB In früheren Zeiten hätte man wohl gesagt: Chapeau – die Juso–Hochschulgruppen laden sich inhaltlich neu auf, entwickeln „Starkstrom“ und stellen mit „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ ein ebenso interessantes wie reibungsfähiges Leitbild zur Diskussion. Um es vorweg zu sagen: Gegen die Verirrung der unternehmerischen Hochschule bringen die Juso–Hochschulgruppen<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/mission-im-selbstversuch-des-fragenden-abgeordneten-erfullt/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB</em></p>
<p>In früheren Zeiten hätte man wohl gesagt: Chapeau – die Juso–Hochschulgruppen laden sich inhaltlich neu auf, entwickeln „Starkstrom“ und stellen mit „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ ein ebenso interessantes wie reibungsfähiges Leitbild zur Diskussion. Um es vorweg zu sagen: Gegen die Verirrung der unternehmerischen Hochschule bringen die Juso–Hochschulgruppen geradezu klassische Paradigmen zur Bildung des Individuums und zum gesellschaftlichen Fortschritt, zur Freiheit und Verantwortung von Wissenschaft und zur Einheit von Forschung und Lehre in Stellung. Auf den modernistisch angetünchten Klotz der Unternehmenshochschule gehört der wertkonservative Keil der autonomen Hochschule nach Juso-Art. Wo sinnentleerte Controller nur noch Kennzahlen bewerten können, dürfen die Jusos als Gegenwehr auch einen idealistischen Überschuss haben. So weit , so gut.</p>
<p>Nur: Gerade weil das Leitbild der Jusos in zentralen Thesen so sympathisch ernst zu nehmen ist, verträgt es auch heftigen Widerspruch. Die Methode der Wahl ist hier die kritische Frage.</p>
<p>Zu These 1: Natürlich soll Wissenschaft frei sein. Und muss sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein und Verankerung suchen. Weshalb verweigern die Jusos hier die Idee einer institutionellen Einbettung von Gesellschaft und ja, auch Wirtschaft, in Hochschulen über Beiräte, Partnerschaften, Stiftungen und anderen Transfer?</p>
<p>Zu These 2: Die Trennung nach Statusgruppen und ihre Respektierung im Kampf um Drittelparitäten etc. war die Antwort auf die Ordinarienuniversität und die fehlende Demokratie an Hochschule. Aber sind Statusunterschiede und Statusinteressen damit gleich obsolet? Und bildet eine auf den ersten Blick verführerische statusbefreite Wahl nach (hochschul)-politischen Listen tatsächlich die bessere Alternative zur Gruppenuniversität? Mal jenseits von verfassungsrechtlichen Normen: Eine echte Drittelparität ist doch noch immer ein hohes Kampfziel!</p>
<p>Zu These 3: Der Juso–Campus lebt. So soll es sein!</p>
<p>Zu These 4:Dass wir mehr Offenheit der Hochschulen brauchen, ist ein so selbstverständliches wie andauerndes politisches Ziel. Die Realität hinkt hier den Erfordernissen noch hinterher. Nur was bedeuten Juso–Kernsätze in der grauen Wirklichkeit? Sollen wirklich jeder und jede Mitglied einer Hochschule werden können, der oder die sich dazu entscheidet? Wie soll eine Angleichung der Fähigkeiten und Fertigkeiten stattfinden? Und kann zwischen diesen beiden Juso-Forderungen vielleicht sogar ein Widerspruch liegen?</p>
<p>Zu These 5: Die Utopie lebt, besonders heftig in der Juso–Forderung nach einem vollkommen freien selbstbestimmten Studium, ohne Studienordnungen, aber dafür mit einem Kaleidoskop an Studienmodulen, ohne Abschlussprüfungen, aber dafür mit einem Nachweiszertifikat über den erlernten Studienverlauf. Und was soll dieses Wert sein? Welcher Arbeitgeber soll sich hierauf einlassen? Und führt ein solches Selbststudium aus dem individuellen Baukasten tatsächlich zu mehr erfolgreichen Studienverläufen und Berufseinstiegen? Mein harsches Urteil: Eine gute Studienreform entsteht nicht auf Wolke 7.</p>
<p>Zu These 6: Da haben die Jusos recht: Studium wird zum andauernden Prozess, entgrenzt von Zeit und Ort. Aber wird die Ortswahl damit gleich vollkommen frei? Bei 2,2 Millionen Studierenden aktuell und in Zukunft lebensbegleitend überfordert das meine Phantasie. Und ganz bestimmt auch die öffentlichen Finanzen!</p>
<p>Zu These 7 und These 8: Da bleiben keine Fragen offen. Akademische und berufliche Bildung sind nicht gleichartig, aber können gleichwertig sein. Alle gewinnen in Diversity, gerade wenn die Jusos die Entwicklung kritischer Reflexion und die Ausbildung beruflicher Kompetenzen verbunden wissen wollen.</p>
<p>Zu These 9 und 10: Die moderne Übersetzung der Einheit von Forschung und Lehre nach Humboldt ist für die Jusos die gleiche Augenhöhe von Dozierenden und Studierenden im Lernen und Lehren. Gleiche Augenhöhe ist dabei zugleich die Alternative zu jedem hierarchischen System in Forschung und Lehre .Passt dieses pädagogische Prinzip der Partnerschaft wirklich nahtlos in das kompetenz- und erkenntnisorientierte Prinzip der Forschung? Exzellenz existiert ja dadurch nicht mehr, dass sie von den Jusos nicht angesprochen wird.</p>
<p>Zu These 11und 12: Hier erübrigt sich jede Frage. Endlich! Die Jusos als Speerspitze der Sozialdemokratie an den Hochschulen geben der guten Lehre den Stellenwert, den sie schon lange in der Hochschulpolitik verdient hätte. Dass dazu auch neue Konzepte zur Prozessbegleitung im Studium und für die Prüfungsformen mit zu entwickeln sind, ist selbstverständlich.</p>
<p>Postskriptum: Die Juso–Hochschulgruppen haben sich viel Spaß bei der Lektüre der 12 Thesen und spannende Diskussionen und Gedanken für das Studium der Zukunft gewünscht. Ich kann nur bestätigen: Mission im Selbstversuch des fragenden Abgeordneten erfüllt. Deshalb zurück auf Anfang und noch einmal Chapeau!</p>
<p><em>Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB, ist bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Etwas konkreter bitte&#8221;</title>
		<link>http://www.studium-der-zukunft.de/etwas-konkreter-bitte/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dr. Andreas Keller Wir können auch anders! Unter diesem Motto hat die Bildungsgewerkschaft GEW vor zwei Jahren ihr neues wissenschaftspolitisches Programm vorgelegt, um die überfällige Debatte um Alternativen zur „unternehmerischen Hochschule“ in Gang zu setzen. Ich freue mich, dass die Juso-Hochschulgruppen mit ihren „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ einen wichtigen Beitrag zur<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/etwas-konkreter-bitte/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Dr. Andreas Keller</em></p>
<p>Wir können auch anders! Unter diesem Motto hat die Bildungsgewerkschaft GEW vor zwei Jahren ihr neues wissenschaftspolitisches Programm vorgelegt, um die überfällige Debatte um Alternativen zur „unternehmerischen Hochschule“ in Gang zu setzen. Ich freue mich, dass die Juso-Hochschulgruppen mit ihren „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Debatte vorgelegt haben.</p>
<p>Wir können auch anders – das setzt zunächst voraus, dass wir uns über die Eckpunkte einer alternativen Hochschule und Hochschule und Hochschullandschaft im Klaren werden. Dabei kommt es darauf an, über tagespolitische Sachzwänge hinweg zu sehen und das große Ganze in den Blick zu nehmen. Gratulation, die Juso-Hochschulgruppen haben dieser Herausforderung angenommen, sie haben Visionen und lassen sich deswegen nicht zum Arzt schicken, was Altkanzler Helmut Schmidt in den siebziger Jahren noch mit ihnen versucht hätte. Eine umfassende Hochschulautonomie, gleiche Mitbestimmungsrechte für alle Hochschulmitglieder, eine radikale Öffnung der Hochschulen – wahrhaft visionäre Vorschläge.</p>
<p>Wir können auch anders – das setzt weiter voraus, dass schon heute Wege identifiziert werden können, die morgen gegangen werden können, um überübermorgen Visionen Wirklichkeit werden lassen zu können. Genau hier befinden sich die weißen Flecken der 12 Thesen. Ein Beipiel: Jeder und jede soll, ginge es nach den Juso-Hochschulgruppen, jederzeit an eine Hochschule seiner Wahl gehen und sich dort zum Studium einschränkten können. Einer speziellen Zugangsberechtigung, z. B. eines Abiturs, bedarf es nicht. Und: „auch für die sozialen Rahmenbedinungen ist gesorgt, sodass niemandem aus finanziellen Gründen ein Studium verwehrt bleibt.“ Genau hier wäre es aber spannend, etwas konkreter zu werden. Ist das ein Plädoyer fürs bedingungslose Grundeinkommen? Oder reicht eine umfassende Reform des elternabhängigen BAföG? Wie halten es die Jusos mit dem von der GEW vorgeschlagenen elternunabhängigen Studienhonorar?</p>
<p>Oder: Welche Bildungs- und Ausbildungsleistungen erbringt eigentlich eine Hochschule, die auf eine „Einteilung in feste Studiengänge“ sowie auf und Studienordnungen und Prüfungen verzichtet? Wie wird dann sichergestellt, dass Studierende einerseits ihre Persönlichkeit entwickeln, andererseit Berufsbefähigung erlangen, um Ärztin, Lehrer, Richterin oder Architekt zu werden? Ja, wir brauchen Alternativen zur Verschulung, Regulierung und Bürokratisierung des Studiums, aber wir brauchen klarere Vorstellungen von den Alternativen, damit die Hochschulen ihren Gebrauchswert für die berufliche und gesellschaftliche Praxis nicht verlieren, sondern stärken.</p>
<p>Also, liebe Kolleginnen und Kollegen: etwas konkreter bitte! Für das „Studium der Zukunft“ sollten wir uns nicht leichtfertig auf einen „Zeithorizont (&#8230;), der eher in Jahrzehnten statt in Jahren zu messen sein wird“, einlassen, sondern schon morgen die Weichen richtig stellen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Dr. Andreas Keller, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)</em></p>
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		<title>&#8220;Gute Studienbedingungen und gute Arbeitsbedingungen sind untrennbar miteinander verbunden&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[von Petra Gerstenkorn Bildung ermöglicht ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben sowie kulturelle, soziale und demokratische Teilhabe. Bildung sichert den Zugang zu Arbeit und Beruf und ist damit Teil der sozialen Frage. Bildungs-politik ist wesentliche Aufgabe für alle Organisationen – auch für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. ver.di begrüßt die Erarbeitung der Thesen für ein Studium der<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/gute-studienbedingungen-und-gute-arbeitsbedingungen-sind-untrennbar-miteinander-verbunden/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Petra Gerstenkorn</em></p>
<p>Bildung ermöglicht ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben sowie kulturelle, soziale und demokratische Teilhabe. Bildung sichert den Zugang zu Arbeit und Beruf und ist damit Teil der sozialen Frage. Bildungs-politik ist wesentliche Aufgabe für alle Organisationen – auch für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.</p>
<p>ver.di begrüßt die Erarbeitung der Thesen<strong> </strong>für ein Studium der Zukunft der Juso-Hochschulgruppen, denn wie im Editorial ausgeführt, gibt es trotz der breiten Bildungsstreikaktivitäten zu wenig aktuell formulierte Anforderungen zur Gestaltung von Studium und Lehre. Erfrischender Weise sind die Thesen nicht auf die strukturellen Defizite der Bologna-Reform fokussiert, sondern ausgerichtet auf grundlegende Anforderungen für einen Diskurs über die zukünftige inhaltliche Ausrichtung und kooperative Gestaltung der Studienbedingungen – dafür setzen die zwölf Thesen weitgehend positive Akzente.</p>
<p>In diesen Diskurs zu treten ist wichtig, auch um dem vorherrschenden Paradigma der unternehmerischen Hochschule zu entgegnen. Während Hochschulen seit Jahrzehnten chronisch unterfinanziert sind, werden betriebswirtschaftliche Kennziffern zunehmend Entscheidungsfaktoren für wissenschaftliches Angebot. Mittelvergabe und zusätzliche Mittel werden durch Hochschulpakte vorrangig als Wettbewerbsinstrumente eingesetzt. Die Prozesse bewirken eine erhebliche Verschlechterung der Beschäftigungsbedingungen am Arbeitsplatz Hochschule sowie der Studienbedingen und sie wirken als Hemmnis kontinuierlicher, nachhaltiger Hochschulentwicklung sowie wirksamer Mitbestimmung und notwendiger Studienreformen. Hochschulen brauchen eine leistungsfähige Ausstattung um ihren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. Dazu sind personelle und materielle Kapazitäten auszubauen. Statt der Konkurrenz um Drittmittel brauchen wir eine ausreichende Grundfinanzierung.</p>
<p>Gute Studienbedingungen und gute Arbeitsbedingungen sind untrennbar miteinander verbunden. Für deren Verbesserung engagiert sich ver.di mit aktiven Gewerkschafter/-innen, Personalräten und den ver.di-Initiativen CAMPUS DER ZUKUNFT und FAIRSPEKTIVE. Dabei sind `Lebensbegleitendes Lernen, Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit, also die Öffnung der Hochschulen´ wichtige Handlungsfelder. So ist es besonders erfreulich, dass sich dieser Themenkomplex in drei Thesen wiederfindet, nämlich in den Thesen vier, sechs und sieben, denen wir ausdrücklich zustimmen. Es bedarf einer generellen Offenheit und Durchlässigkeit von Bildungsinstitutionen, so dass Zugang und Ausgang jederzeit für jede/-n möglich sind.  Nicht zuletzt trägt ein lebensumspannender Bildungsprozess dazu bei, die sozial extrem ungleich verteilten Bildungs- und Lebenschancen auszugleichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Petra Gerstenkorn ist Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes und Bundesfachbereichsleiterin des Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Thesen sind diskussionsfördernd&#8221;</title>
		<link>http://www.studium-der-zukunft.de/die-thesen-sind-diskussionsfordernd/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[von Torsten Bultmann Ich finde die Thesen ausgesprochen diskussionsfördernd, weil ihnen offenbar die Absicht zugrunde liegt, die seit langem konzeptionell stagnierende – und durch die vorherrschenden Formen des Bologna Prozesses noch zusätzlich entpolitisierte und zugleich entwissenschaftlichte – Auseinandersetzung um die Studienreform zu repolitisieren. Studienreform als ständige Aufgabe von Hochschulen muss notwendigerweise mit dem Gedanken der<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/die-thesen-sind-diskussionsfordernd/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Torsten Bultmann</em></p>
<p>Ich finde die Thesen ausgesprochen diskussionsfördernd, weil ihnen offenbar die Absicht zugrunde liegt, die seit langem konzeptionell stagnierende – und durch die vorherrschenden Formen des Bologna Prozesses noch zusätzlich entpolitisierte und zugleich entwissenschaftlichte – Auseinandersetzung um die Studienreform zu repolitisieren. Studienreform als ständige Aufgabe von Hochschulen muss notwendigerweise mit dem Gedanken der demokratischen Mitwirkung verbunden werden. Das hängt damit zusammen, dass Studium selbst ein beteiligungsorientierter sozialer Prozess ist, in welchem Studierende nicht primär passive Konsumenten eines fertigen und in Etappen abprüfbaren »Wissens« (Prinzip Bologna oder ›Nürnberger Trichter‹), sondern MitproduzentInnen gemeinsamer Lernprozesse sind. Die Frage der inneren Organisation der Hochschule als Anforderung demokratischer Kooperation (These 2) ist damit <em>systematisch</em> mit der nach der Qualität des Studiums verbunden. Das wird in den Thesen recht gut deutlich, die so den häufigen Fehler vermeiden, die jeweiligen Schlüsselforderungen nur äußerlich zusammen zu kleben; nach dem Muster: Wir fordern Demokratie plus Bildung und Persönlichkeitsentwicklung (statt Ausbildung) plus XY…</p>
<p>Die Kernfrage der Studienreform ist die nach dem Modus des <em>Praxisbezuges</em> der Wissenschaft. (Thesen 8,7) Dieser ist ein wissenschaftsvermittelter <em>politischer</em> Prozess, der nie abgeschlossen ist und in den auch immer kontroverse gesellschaftliche Interesse einfließen. Wenn etwa die Arbeitgeberverbände andere Anforderungen an ein Ingenieurstudium formulieren als etwa die IG Metall oder ökologische Verbände, dann handelt es sich nicht primär um akademische Differenzen, sondern um eine Bewertung von Technologieentwicklung und Ingenieurausbildung aus der Perspektive unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessenpositionen. Mal geht es um die Einsparung/Freisetzung von Arbeit durch Technologie (Arbeitgeber), mal etwa um Arbeitsqualität, Arbeitszeitverkürzung und Beschäftigungssicherheit (Gewerkschaften). In die Studienreformdebatte wirkt folglich auch der Klassenwiderspruch hinein. Das Entscheidende dabei ist, dass diese unterschiedlichen gesellschaftlichen Anforderungen an die Hochschulen im Studium selbst thematisiert, reflektiert und hinterfragt werden sollten. Das ist die Substanz der ›Autonomie‹ einer Hochschule (These 1), die folglich kein bloßer Lieferant zur Bedienung einer externen ›Nachfrage‹ ist. Wissenschaftliche Urteilsfähigkeit bestünde dann darin, dass jedeR Studierende befähigt wird, <em>innerhalb</em> dieser Widersprüche eine eigene Position zu entwickeln. In dieser würden kritische Reflexion (i. S. des klassischen subjektzentrierten Bildungsbegriffes) und Handlungsfähigkeit in beruflichen Praxisfeldern ineinander übergehen – und dann wären – wenn das auf Zustimmung stößt &#8211; akademische und berufliche Bildung nicht kategorial »verschiedenartig«. (These 7)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Torsten Bultmann ist politischer Geschäftsführer des <a href="http://www.bdwi.de/">Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler / BdWi</a></em></p>
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		<title>&#8220;Mehr Lernen statt Belehrung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 10:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Edelgard Bulnahm, MdB, Bundesministerin a.D. Hochschulen sind &#8211; wie in den Thesen zu recht dargestellt &#8211; Orte des Lernens, der Wissenschaft und Lebensraum für ihre Mitglieder. Für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft kommt ihnen eine Schlüsselrolle zu. Hochschulen sind Orte der Wissensgenerierung und der Wissenssicherung, Ideenschmieden und Zukunftswerkstätten und spielen eine immer größere Rolle bei<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/538/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Edelgard Bulnahm, MdB, Bundesministerin a.D.</em></p>
<p>Hochschulen sind &#8211; wie in den Thesen zu recht dargestellt &#8211; Orte des Lernens, der Wissenschaft und Lebensraum für ihre Mitglieder. Für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft kommt ihnen eine Schlüsselrolle zu. Hochschulen sind Orte der Wissensgenerierung und der Wissenssicherung, Ideenschmieden und Zukunftswerkstätten und spielen eine immer größere Rolle bei der Berufsqualifizierung und Weiterbildung.<span id="more-538"></span></p>
<p>Viele der in den Thesen aufgezeigten Herausforderungen lassen sich auch in den Gedanken wiederfinden, die dem Bologna-Prozess zu Grunde lagen. Die Umstellung auf ein zweigestuftes Studiensystem war mit vielen Chancen verbunden. Die Chance auf eine bessere Studierendenbetreuung, eine echte Curricularreform, einen höheren Studienerfolg durch mehr Wahlmöglichkeiten, eine größere Mobilität zwischen den Hochschulen, eine gesicherte Vergleichbarkeit der Abschlüsse und nicht zuletzt mit der Chance endlich Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen zu erreichen. Eine offene Umsetzung des Prozesses wurde jedoch durch eine Vielzahl von Regelungen in Ländergesetzen eingeschränkt. Damit wir die Chancen des Prozesses nutzbar machen können, braucht es neue Weichenstellungen: Eine Reakkreditierung der Studiengänge, die starren Zeitvorgaben müssen fallen, die Wertschätzung der Lehre muss erhöht und die Studierenden-Lehrenden-Relation verbessert werden. Wir müssen dazu kommen, dass die Kultur des selbständigen, des forschenden Lernens die Curricula prägt. Mehr Lernen statt Belehrung, so wie es Bildungsforscher schon seit langem fordern.</p>
<p>Angesichts der wachsenden Globalisierung stehen die Hochschulen in einem sich verschärfenden Wettbewerb um finanzielle Ressourcen und die besten Köpfe. Die anstehenden Herausforderungen werden sie jedoch nur bewältigen, wenn vor allem ihre strukturelle Unterfinanzierung überwunden wird. Dies kann nur gelingen, wenn der Bund mehr finanzielle Verantwortung übernimmt und die rechtlichen Bedingungen so gestaltet werden, dass er dies auch kann. Denn Länder haben nur geringe Möglichkeiten ihre Einnahmen zu verbessern und zusätzlich schränkt die Neuverschuldungsgrenze ihre Handlungsfähigkeit ein.</p>
<p>Eine Hochschule der Zukunft braucht bildungs- und wissenschaftsfreundliche Rahmenbedingungen und generell eine hohe Wertschätzung von Bildung, Wissenschaft und Forschung in unserer Gesellschaft. Diese werden wir nur erreichen, wenn Bildungs- und Hochschulpolitik von möglichst Vielen getragen, unterstützt und weiterentwickelt wird. Die Juso-Hochschulgruppen leisten hierzu mit ihren Thesen für ein Studium der Zukunft und ihrem innerverbandlichen Diskussionsprozess einen wichtigen Beitrag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Edelgard Bulmahn, MdB ist Vorsitzende des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie. Von 1998 bis 2005 war sie Bundesministerin für Bildung und Forschung.</em></p>
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		<title>Stellungnahme des Bundesvorstandes der Liberalen Hochschulgruppen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 10:43:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foren]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Lektüre eurer „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ möchte der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen euch auf diesem Weg seine Position mitteilen, da wir von euch um eine Stellungnahme gebeten worden sind. Diese geben wir &#8211; ehrlich und ungeschönt &#8211; mit diesem Schreiben ab. Wir haben uns im Großen und Ganzen sehr verwundert<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/stellungnahme-des-bundesvorstandes-der-liberalen-hochschulgruppen/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Lektüre eurer „12 Thesen für ein Studium der Zukunft“ möchte der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen euch auf diesem Weg seine Position mitteilen, da wir von euch um eine Stellungnahme gebeten worden sind. Diese geben wir &#8211; ehrlich und ungeschönt &#8211; mit diesem Schreiben ab.</p>
<p>Wir haben uns im Großen und Ganzen sehr verwundert und irritiert über die Realitätsferne eurer Thesen gezeigt. Im Folgenden soll dies anhand der einzelnen Thesen näher erläutert werden.<span id="more-531"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 1</span></p>
<p>Hochschulautonomie ist ein wertvolles Gut. Euer Ansatz sieht die Hochschulen aber komplett isoliert in der Gesellschaft &#8211; auch, wenn ihr anderes beteuert. Die Frage ist, wie man Autonomie definiert &#8211; soll es zum Beispiel jeder Hochschule selbst überlassen sein, den Bologna-Prozess umzusetzen oder nicht &#8211; im Sinne der Emanzipation von der Politik? Wir denken, dass im Sinne des Beitrags für das Fortschreiten der Gesellschaft ein reger Austausch von Hochschulen auf der einen Seite und Kultur, Wirtschaft und Politik auf der anderen Seite AUF AUGENHÖHE ein realistischer Zukunftsentwurf ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These2</span></p>
<p>Euer Entwurf einer „demokratischen Hochschule“ hat leider einen entscheidenden Fehler &#8211; zumindest aus unserer Sicht. Wenn wirklich jedes Mitglied der Hochschulen dieselbe Stimme besäße, würden nicht mehr Lehre und Forschung sowie Studium und Weiterbildung (persönlich und inhaltlich) im Vordergrund stehen &#8211; im Gegenteil. Den Ton angeben würden diejenigen, die die meisten Studierenden zur Wahlurne schleifen würden &#8211; uns zwar vollkommen unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihres Handelns im Sinne des gesellschaftlichen Auftrages der Universitäten. Dies kann nicht Ziel hochschulpolitischer Studierendenvertretung sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 3</span></p>
<p>Der BuVo des LHG unterstützt diese These gänzlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 4</span></p>
<p>Diese These hat bei uns für Kopfschütteln gesorgt. Als alleinige Studiumsvoraussetzung der Wille zur Immatrikulation? Die Irrelevanz der Schulabschlüsse in Fragen des Hochschulzugangs? Angleichung aller Fähigkeiten aller Personen? Uns ist nicht klar, wie das möglich sein soll und nicht einmal, wieso dies erstrebenswert sein sollte. Alle Menschen sind unterschiedlich &#8211; dies zu verneinen bedeutet, die Realität zu leugnen. Das kann keine Basis für Politik darstellen. Auch der LHG setzt sich für einen erweiterten Hochschulzugang ein &#8211; zum Beispiel über Eingangsprüfungen als Ersatz für die (Allgemeine) Hochschulreife in bestimmten Fällen. Dies muss allerdings gut geplant und umgesetzt werden. Daher weist der LHG These 4 entschieden zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 5</span></p>
<p>Bei der Lektüre von These 5 wird es schwer zu glauben, dass eine ernsthaft Auseinandersetzung mit Inhalten, Struktur und Rahmenbedingungen sowie gesellschaftlicher Bedeutung und Relevanz für die Zukunft der Hochschulen überhaupt in Ansätzen stattgefunden hat. Eine Abschaffung von Studiengängen und Abschlüssen ist aus ziemlich jeder Sichtweise kontraproduktiv.</p>
<p>1. In Zeiten der europäischen Annäherung der Studiensysteme würde dies ein Zurückfallen des deutschen Hochschulsystems bedeuten. Kein Absolvent deutscher Universitäten (was ist dann überhaupt ein Absolvent?) würde irgendwo &#8211; wahrscheinlich nicht mal mehr im eigenen Land &#8211; einen Beruf ergreifen können.</p>
<p>2. Die Studierenden WOLLEN ein solches System nicht. Ein Grundmaß an Struktur und Organisation ist schlicht gewünscht. Uns würde die Resonanz dieses Punktes in der Öffentlichkeit sehr interessieren &#8211; auch und vor allem bei den Studierenden direkt an den Hochschulen.</p>
<p>3. Es ist überhaupt nicht mehr gewährleistet, dass so etwas wie Bildung überhaupt noch stattfindet, wenn jeder abseits von Plänen und Struktur einfach „vor sich hinstudiert“.</p>
<p>Es gibt noch viele weitere Argumente gegen These 5. Um im Rahmen zu bleiben, sollen diese aber an dieser Stelle genügen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 6</span></p>
<p>Individuelle Bildungsbiographien werden stetig wichtiger. Bei Umsetzung der Thesen 4 und 5 verkommt Studium aber zu einem nicht mehr zu greifenden Etwas &#8211; dann hilft es auch nicht mehr, wenn individuell auf den Einzelnen eingegangen wird.</p>
<p>Der LHG stellt hier die konsequente Ausrichtung an Leistungspunkten statt an starren Regelstudienzeiten in den Vordergrund.</p>
<p>Weiterhin ist es unmöglich, jedem Menschen die völlig freie Immatrikulation an jedem Studienort zu jeder Zeit zu ermöglichen. Die Tatsache, dass ihr später noch bessere Betreuungsquoten fordert, verstärkt den Eindruck, dass zahlreiche Punkte nicht zu Ende gedacht wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 7</span></p>
<p>Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung ist ein zentraler Punkt. Weitestgehend ist dieser Bereich aber durch These 6 abgedeckt &#8211; zumindest unserer Meinung nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 8</span></p>
<p>Ein Studium soll zur Arbeit befähigen und eigenständiges sowie kritisches Denken ermöglichen. Dieses Ziel unterstützt der LHG voll. Leider ist das Erreichen dieser Vorhaben bei Umsetzung eurer anderen Thesen unserer Meinung nach nicht möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 9 </span></p>
<p>Dieser Ansatz ist grundsätzlich interessant. Wir haben uns gefragt, ob an dieser Stelle nicht Unterricht und Wissensgewinn aber nicht vollkommen in den Hintergrund rücken?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">These 10</span></p>
<p>Zustimmung im vollen Umfang.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Der Bundesverband liberaler Hochschulgruppen ist der Dachverband von ca. 60 Hochschulgruppen und fühlt sich der FDP politisch nahe.</em></p>
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		<title>12 Thesen für ein Studium der Zukunft</title>
		<link>http://www.studium-der-zukunft.de/13-thesen-fur-ein-studium-der-zukunft-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 17:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Thesen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft & Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind überzeugt, dass Bildung für die Gesellschaft und für die einzelnen Individuen eine zentrale Rolle spielt. Der Weg von Menschen, die Gestaltung ihres Lebens und ihre Teilhabe an Gesellschaft werden nicht mit der Geburt festgelegt, sondern entscheiden sich durch das Wissen und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit im Laufe eines Bildungsprozesses. Dieser Prozess beginnt nicht<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/13-thesen-fur-ein-studium-der-zukunft-2/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind überzeugt, dass Bildung für die Gesellschaft und für die einzelnen Individuen eine zentrale Rolle spielt. Der Weg von Menschen, die Gestaltung ihres Lebens und ihre Teilhabe an Gesellschaft werden nicht mit der Geburt festgelegt, sondern entscheiden sich durch das Wissen und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit im Laufe eines Bildungsprozesses. Dieser Prozess beginnt nicht in einem bestimmten Alter und in einer bestimmten Einrichtung und endet folglich nicht mit dem Erreichen eines bestimmten Alters und dem Verlassen einer Einrichtung. Er findet nicht nur in Institutionen statt, sondern auch in sozialen Zusammenhängen – in der Gesellschaft. Bildung dauert ein Leben lang und bedeutet mehr als das Sammeln von Zertifikaten oder das Absolvieren von Prüfungen. Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung und ein Gemeinwesen ist in der Verantwortung, dieses Recht allen vollkommen und ohne Ausnahme einzuräumen. Bildung in diesem Sinne erkennt an, dass es verschiedene Wege gibt, auf denen man sich bildet, dass es immer möglich sein muss, Zugang zu Bildungseinrichtungen zu erhalten und dass Menschen im Bildungsprozess fortwährend unterstützt werden müssen.<span id="more-404"></span></p>
<p>Individuen leben nicht für sich, sondern sind Teil einer Gemeinschaft, die zu großen Teilen über ihre Entwicklung bestimmt. Der Stellenwert von Bildung und die Lebenschancen von Individuen sind Ausdruck der Art und Weise, wie sich eine Gemeinschaft organisiert. Wir legen unserem Leitbild das Ideal eines Demokratischen Sozialismus zu Grunde und einer Gesellschaft, in der die Gleichheit und Freiheit der Menschen verwirklicht ist und in der die Klassenunterschiede aufgehoben sind. Wir sind der Meinung, dass Menschen ihre Biografie selbst gestalten sollen. Sie werden alle ihre Entscheidungen verantwortungsbewusst treffen, sofern sie die Chance und die Unterstützung dazu erhalten.</p>
<p>Das Verhältnis zwischen Hochschulen und der Gesellschaft ist eines von Wechselbeziehungen. Wissenschaft als der gesellschaftliche Auftrag von Hochschulen bedeutet auf der einen Seite allen Zugang und Möglichkeit zu(r) Bildung zu verschaffen und zugleich das Wissen einer Gesellschaft durch Forschung zu vergrößern. Wissenschaft und Hochschulen müssen sich jederzeit selbst kritisch reflektieren und auch das von ihr bereitgestellte Wissen auf seine gesellschaftliche Bedeutung hin prüfen. Auf der anderen Seite ist ein Gemeinwesen in der Verantwortung, Wissenschaft zu ermöglichen, indem es die nötigen Ressourcen für sie bereitstellt und für den Unterhalt von Hochschulen und deren Mitgliedern sorgt. Darüber hinaus muss sie Rahmenbedingungen für die Hochschule und ihre Mitglieder formulieren und über die Verwendung der wissenschaftlich hervorgebrachten Ergebnisse entscheiden. Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass Wissenschaft und Gesellschaft ineinandergreifen und sich niemals als bezugslos zueinander sehen dürfen. Eine Wissenschaft im Elfenbeinturm erscheint uns genauso wenig erstrebenswert wie eine Gesellschaft, die keinen Wert auf wissenschaftliche Betätigung legt.</p>
<p>Wissenschaft darf sich nicht über den eigenen nationalen Kontext definieren. Viele Probleme lassen sich in einem nationalstaatlichen Zusammenhang nicht wissenschaftlich bearbeiten und politisch lösen. Wissenschaft muss deshalb Menschen aus verschiedenen Regionen mit unterschiedlicher Herkunft versammeln. Hochschulen sind für uns Orte dieser internationalen Verständigung und haben internationale Verantwortung. Die Internationalisierung von Hochschulen voranzutreiben um die Konkurrenzfähigkeit von Volkswirtschaften im globalen Wettbewerb voranzutreiben, lehnen wir ab.</p>
<p>Wir sehen in den letzten Jahren Strukturentscheidungen in der Bildungs- und Hochschulpolitik, die diesen Grundsätzen zuwiderlaufen. Sie lassen sich nicht isoliert betrachten, sondern sind Ergebnis von Leitvorstellungen über Hochschulen, Wissenschaft und Bildung, die vor allem in den 1990er Jahren erarbeitet wurden und in der Folge durch Beratungstätigkeiten verschiedener Institute in die praktische Politik einflossen. Seit einiger Zeit gibt es dagegen auch Leitbilder von uns nahestehenden Organisationen wie der GEW oder der Hans-Böckler-Stiftung, während die Beiträge aus studentischer Sicht noch fehlen. Diesen Mangel wollen wir mit den folgenden Thesen beheben, die sowohl den Weg aufzeigen sollen, den zukünftige Reformen einschlagen müssen, als auch einen Gegenentwurf zu den Leitbildern formulieren, die in der Vergangenheit den Diskurs bestimmten. Dieses Leitbild ist keines das sofort in politische Reformvorhaben übersetzt werden kann und unterliegt einem Prozess der Weiterentwicklung und Präzisierung. Es bedarf konkreter, auf den Thesen aufbauender Konzepte, um Realität zu werden. Diese Konzepte zu entwickeln und in die politische Debatte zu tragen, machen wir uns zur Aufgabe für die nächsten Jahre; gleichwohl die Umsetzung einen Zeithorizont benötigen wird, der eher in Jahrzehnten statt in Jahren zu messen sein wird.</p>
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		<title>These 1: Kritische Wissenschaft wird durch die Autonomie von den Hochschulen und ihren AkteurInnen gewährleistet. Sie ist eingebettet in demokratisch organisierte Hochschulen und lebt vom Austausch mit und der Verankerung in die Gesellschaft.</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 17:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[I. Demokratische Hochschulen in gsellschaftlicher Verantwortung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaft ist frei. Was Wissenschaft ist und welchem Erkenntnisinteresse sie dient, liegt in der Verantwortung der Wissenschaft betreibenden Personen. Ihre Ergebnisse produziert sie ohne gesellschaftliche Weisung. Diese Autonomie ist notwendig, um nicht in die Abhängigkeit von Partikularinteressen zu geraten und kritische Wissenschaft entstehen zu lassen. Autonome Hochschulen und ihre Mitglieder unterliegen keinem Diktat von anderen<a href="http://www.studium-der-zukunft.de/these-1-kritische-wissenschaft-wird-durch-die-autonomie-von-den-hochschulen-und-ihren-akteurinnen-gewahrleistet-sie-ist-eingebettet-in-demokratisch-organisierte-hochschulen-und-lebt-vom-austausch-mi-2/"> Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-487"></span></p>
<p>Wissenschaft ist frei. Was Wissenschaft ist und welchem Erkenntnisinteresse sie dient, liegt in der Verantwortung der Wissenschaft betreibenden Personen. Ihre Ergebnisse produziert sie ohne gesellschaftliche Weisung. Diese Autonomie ist notwendig, um nicht in die Abhängigkeit von Partikularinteressen zu geraten und kritische Wissenschaft entstehen zu lassen. Autonome Hochschulen und ihre Mitglieder unterliegen keinem Diktat von anderen gesellschaftlichen Teilsystemen wie Wirtschaft, Politik und Kultur. Autonome Hochschulen entscheiden demokratisch über ihre Arbeit und über die Ausführung ihres wissenschaftlichen Auftrags mit der Mehrheit ihrer Mitglieder.</p>
<p>Gleichsam bewegt sich Hochschule nicht unabhängig von der Gesellschaft, in der sie verankert ist und mit der sie den Austausch sucht. Sie nimmt den gesellschaftlichen Auftrag zur Bildung und der Generierung von Wissen wahr und stellt dieses der Gesellschaft zur Verfügung. Bei der Ausgestaltung ihrer Arbeit muss sie die Erwartungen anderer gesellschaftlicher Teilbereiche mit einbeziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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