These 1: Kritische Wissenschaft wird durch die Autonomie von den Hochschulen und ihren AkteurInnen gewährleistet. Sie ist eingebettet in demokratisch organisierte Hochschulen und lebt vom Austausch mit und der Verankerung in die Gesellschaft.

Wissenschaft ist frei. Was Wissenschaft ist und welchem Erkenntnisinteresse sie dient, liegt in der Verantwortung der Wissenschaft betreibenden Personen. Ihre Ergebnisse produziert sie ohne gesellschaftliche Weisung. Diese Autonomie ist notwendig, um nicht in die Abhängigkeit von Partikularinteressen zu geraten und kritische Wissenschaft entstehen zu lassen. Autonome Hochschulen und ihre Mitglieder unterliegen keinem Diktat von anderen gesellschaftlichen Teilsystemen wie Wirtschaft, Politik und Kultur. Autonome Hochschulen entscheiden demokratisch über ihre Arbeit und über die Ausführung ihres wissenschaftlichen Auftrags mit der Mehrheit ihrer Mitglieder.

Gleichsam bewegt sich Hochschule nicht unabhängig von der Gesellschaft, in der sie verankert ist und mit der sie den Austausch sucht. Sie nimmt den gesellschaftlichen Auftrag zur Bildung und der Generierung von Wissen wahr und stellt dieses der Gesellschaft zur Verfügung. Bei der Ausgestaltung ihrer Arbeit muss sie die Erwartungen anderer gesellschaftlicher Teilbereiche mit einbeziehen.

 

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