Nur durch eigens gewählte Schwerpunkte und selbst gesetzte Ziele kann ein Studium seinen Sinn wirklich erfüllen. Eine fremdbestimmte, von anderen auferlegte Schwerpunktsetzung wird den Studierenden immer äußerlich bleiben. Die Persönlichkeitsbildung, die durch die Auseinandersetzung mit eigenen Interessen vollzogen wird, ist ein wichtiger Bestandteil des Studiums. Zudem entsteht durch die freie Wahl der Studieninhalte eine höhere Pluralität im wissenschaftlichen Bereich, die den gesellschaftlichen Anforderungen gerechter wird, als verwertungsorientierte Massenabfertigung. Fest gesetzte Studiengangsordnungen werden deshalb nicht benötigt. Um auch der Pluralität der Studierendenschaft gerecht zu werden, in der es sowohl sehr selbstbewusste und selbstständige Menschen gibt, sowie jene, die Hilfestellungen und Beratungen in Anspruch nehmen möchten, muss es eine freiwillige Orientierungsphase geben, in der grundlegende Kompetenzen vermittelt werden und umfangreiche Beratung stattfindet. So werden alle Studierenden, unabhängig von ihrer Bildungsbiographie, in die Lage versetzt, ihr Studium selbst zu gestalten. Darüber hinaus bieten Hochschulen während des gesamten Studiums Beratungsangebote an, welche freiwillig in Anspruch genommen werden können. So gibt es unter anderem für bestimmte Studienschwerpunkte Empfehlungen für Basismodule bis hin zu detaillierten Studienverläufen, je nach Wunsch der/des Beratungssuchenden. Außerdem werden den Studierenden Informationen dazu vermittelt, welche Module oder inhaltlichen Bereiche für bestimmte Berufe unerlässlich sind, um später einen entsprechenden Arbeitsplatz zu finden, insoweit das für manche Berufsgruppen der Fall ist. Den Studierenden wird als Abschluss ihres Studiums ein Nachweis über den Studienverlauf zur Verfügung gestellt, in dem die individuell erlernten Fähig- und Fertigkeiten beschrieben werden.